Eine Wärmepumpe im Altbau kostet 2026 als Luft-Wasser-Variante meist zwischen 27.000 und 40.000 Euro brutto inklusive Einbau. Damit liegt sie rund 20 bis 40 Prozent über den Kosten im Neubau – der Grund sind nötige Zusatzmaßnahmen wie größere Heizkörper oder ein hydraulischer Abgleich.
27.000 € – 32.000 € – 40.000 € (Minimum gut vorbereitet – Durchschnitt – Maximum mit Zusatzmaßnahmen)
Die gute Nachricht: Durch die staatliche KfW-Förderung sinkt der Eigenanteil erheblich. Im Standardfall werden 30 Prozent übernommen, mit Boni sind bis zu 70 Prozent möglich – dann bleiben oft nur rund 10.000 bis 20.000 Euro übrig.
Hier sehen Sie die Kosten im Detail, warum der Altbau teurer ist und wie die Förderung funktioniert. Grundlage sind aktuelle Kostendaten aus dem Jahr 2026.
| Position | Kosten | Hinweis |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe (Gerät) | 10.000 – 20.000 € | gängigste Variante im Altbau |
| Installation & Inbetriebnahme | 2.000 – 8.000 € | je nach Aufwand |
| Rückbau alter Heizkessel | ca. 2.000 € | Öl/Gas entsorgen |
| Größere Heizkörper (falls nötig) | 300 – 800 € / Stück | für niedrige Vorlauftemperatur |
| Hydraulischer Abgleich | 800 – 1.500 € | Fördervoraussetzung |
| Gesamt Altbau (Luft-Wasser) | 27.000 – 40.000 € | brutto, vor Förderung |
| Sole-Wasser (Erdwärme) | 40.000 – 60.000 € | mit Erdbohrung |
Die Wärmepumpe selbst kostet im Altbau nicht mehr als im Neubau – der Unterschied entsteht durch das Drumherum. Ein Altbau hat oft eine schlechtere Dämmung und braucht daher eine leistungsstärkere Wärmepumpe. Vor allem aber sind die vorhandenen Heizkörper häufig auf hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt, mit denen eine Wärmepumpe ineffizient läuft. Damit sie sparsam arbeitet, müssen in einzelnen Räumen größere Heizflächen her, und ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper die richtige Wassermenge bekommt. Dazu kommt oft der Rückbau des alten Öl- oder Gaskessels. Diese Zusatzmaßnahmen erklären den Aufschlag von 20 bis 40 Prozent gegenüber dem Neubau – sind aber die Voraussetzung dafür, dass sich die Wärmepumpe im Altbau überhaupt rechnet.
Den größten Posten macht die Wärmepumpe selbst aus: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die im Altbau mit 95 Prozent die häufigste Wahl ist, kostet als Gerät 10.000 bis 20.000 Euro. Dazu kommen Installation und Inbetriebnahme mit 2.000 bis 8.000 Euro sowie rund 2.000 Euro für den Rückbau des alten Kessels. Sind größere Heizkörper nötig, schlagen diese mit 300 bis 800 Euro pro Stück zu Buche, der hydraulische Abgleich mit 800 bis 1.500 Euro. Unterm Strich landet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau meist zwischen 27.000 und 40.000 Euro brutto. Deutlich teurer ist die Erdwärme-Variante: Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe kostet wegen der Erdbohrung 40.000 bis 60.000 Euro, arbeitet dafür aber besonders effizient.
| Position | Betrag |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe (Gerät & Montage) | 24.000 € |
| Rückbau alter Gaskessel | 2.000 € |
| Zwei größere Heizkörper | 1.400 € |
| Hydraulischer Abgleich | 1.100 € |
| Zwischensumme | 28.500 € |
| – KfW-Förderung (46 %, Standardfall) | – 12.900 € |
| Effektive Kosten | 15.600 € |
Dieses Beispiel zeigt einen typischen Fall: Ersetzt wird eine alte Gasheizung, zwei Heizkörper werden getauscht. Bei der Förderung wurde der häufige Standardfall angesetzt – 30 Prozent Grundförderung plus 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus für den Austausch der alten Heizung, zusammen 46 Prozent. Die förderfähigen Kosten sind auf 28.000 Euro gedeckelt, weshalb hier rund 12.900 Euro Zuschuss möglich sind. Der Eigenanteil sinkt damit auf etwa 15.600 Euro.
Die Wärmepumpe wird 2026 über die KfW im Programm 458 gefördert – als Zuschuss, nicht als Kredit. Die Förderung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: Jeder Eigentümer erhält 30 Prozent Grundförderung. Wer eine alte Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung ersetzt, bekommt zusätzlich den Klimageschwindigkeitsbonus. Haushalte mit niedrigem Einkommen erhalten einen gestaffelten Einkommensbonus. In Summe sind bis zu 70 Prozent möglich, bei niedrigem Haushaltseinkommen sogar 80 Prozent – gedeckelt auf förderfähige Kosten von 28.000 Euro pro Wohneinheit. Der maximale Zuschuss liegt damit bei rund 19.600 Euro (70 Prozent) beziehungsweise höchstens 22.400 Euro (80 Prozent). Ganz wichtig ist die Reihenfolge: Der Förderantrag muss vor der Auftragsvergabe an den Fachbetrieb gestellt werden, sonst ist der Zuschuss verloren. Wer keine KfW-Förderung nutzt, kann alternativ den Steuerbonus nach § 35c nutzen – beides zusammen für dieselbe Maßnahme ist aber nicht möglich.
Zur Anschaffung kommen die laufenden Stromkosten. Eine Wärmepumpe im Altbau verbraucht je nach Effizienz und Dämmung Strom für etwa 1.500 bis 3.000 Euro pro Jahr. Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie sollte mindestens 2,5 bis 3,0 betragen, damit sich der Betrieb lohnt – erreichbar ist das im Altbau durch große Heizkörper, eine niedrige Vorlauftemperatur unter 55 Grad und einen hydraulischen Abgleich. Gegenüber einer neuen Gasheizung amortisiert sich die Wärmepumpe mit Förderung meist in acht bis zwölf Jahren, zumal der CO2-Preis Gas Jahr für Jahr teurer macht. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage betreibt, senkt die Stromkosten weiter und verbessert die Wirtschaftlichkeit deutlich.
Die KfW-Förderung (Programm 458) übernimmt 2026 zwischen 30 und bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten, bei niedrigem Haushaltseinkommen sogar 80 Prozent. Die förderfähigen Kosten sind auf 28.000 Euro pro Wohneinheit gedeckelt – der maximale Zuschuss liegt damit bei rund 19.600 Euro (70 Prozent) beziehungsweise höchstens 22.400 Euro (80 Prozent). Die Grundförderung von 30 Prozent erhält jeder; Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus kommen je nach Situation hinzu. Der Antrag muss zwingend vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Alternativ steht der Steuerbonus nach § 35c EStG zur Verfügung, der aber nicht mit der KfW-Förderung für dieselbe Maßnahme kombinierbar ist. Wichtig: Zum ersten Quartal 2027 ist eine Absenkung der Grundförderung angekündigt. Da sich die Förderbedingungen im Energiebereich häufig ändern, prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Beauftragung bei KfW und einem Energieberater. Dieser Ratgeber ersetzt keine Energieberatung.
Hinweis: Alle genannten Preise sind durchschnittliche Orientierungswerte (Stand 2026) und können je nach Region, Ausstattung, Anbieter und Aufwand abweichen. Es handelt sich nicht um garantierte Festpreise. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Altbau meist 27.000 bis 40.000 Euro brutto inklusive Einbau – rund 20 bis 40 Prozent mehr als im Neubau. Nach der KfW-Förderung sinkt der Eigenanteil oft auf 10.000 bis 20.000 Euro. Erdwärme-Wärmepumpen kosten 40.000 bis 60.000 Euro.
Nicht die Wärmepumpe selbst, sondern die nötigen Zusatzmaßnahmen verteuern sie: eine leistungsstärkere Anlage wegen schlechterer Dämmung, größere Heizkörper für niedrige Vorlauftemperaturen, ein hydraulischer Abgleich und der Rückbau des alten Kessels. Das erklärt den Aufschlag von 20 bis 40 Prozent.
Über die KfW (Programm 458) sind 30 bis 70 Prozent möglich, bei niedrigem Haushaltseinkommen sogar 80 Prozent, gedeckelt auf 28.000 Euro förderfähige Kosten. Das ergibt maximal rund 19.600 Euro (70 Prozent) beziehungsweise höchstens 22.400 Euro (80 Prozent). Die Grundförderung von 30 Prozent erhält jeder, Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus kommen hinzu. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden.
Ja, wenn eine Jahresarbeitszahl von mindestens 2,5 bis 3,0 erreicht wird. Das gelingt mit ausreichend großen Heizkörpern, einer niedrigen Vorlauftemperatur unter 55 Grad und einem hydraulischen Abgleich. Mit Förderung amortisiert sich die Anlage gegenüber einer Gasheizung meist in acht bis zwölf Jahren.
Die jährlichen Stromkosten liegen meist zwischen 1.500 und 3.000 Euro, abhängig von Effizienz und Dämmung. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto niedriger die Kosten. Eine Photovoltaikanlage kann die Stromkosten zusätzlich deutlich senken.
Nein. Eine Wärmepumpe funktioniert im Altbau auch mit klassischen Heizkörpern, sofern diese groß genug sind und eine niedrige Vorlauftemperatur ermöglichen. Oft reicht der Tausch einzelner Heizkörper in kritischen Räumen – das ist deutlich günstiger als eine komplette Fußbodenheizung.
Vergleichen Sie bis zu 5 geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region.