Warum man beim Bad streichen die richtige Farbe braucht
Im Bad herrscht ein besonderes Klima: hohe Luftfeuchtigkeit, Spritzwasser und Temperaturschwankungen. Normale Wandfarbe würde hier schnell abblättern und Schimmel ansetzen. Deshalb brauchen Sie zum Bad streichen eine spezielle Feuchtraumfarbe. Diese ist wasserabweisend, atmungsaktiv und oft mit einem Schutz gegen Schimmel ausgestattet. Achten Sie beim Kauf auf die Bezeichnung Feuchtraumfarbe oder Badfarbe – normale Dispersionsfarbe ist im Bad die falsche Wahl. Im direkten Spritzwasserbereich der Dusche reicht auch Feuchtraumfarbe nicht; dort braucht es Fliesen oder eine spezielle Beschichtung.
Bad streichen: Das brauchen Sie
Bevor Sie mit dem Bad streichen beginnen, legen Sie alles bereit: Feuchtraumfarbe, eine Grundierung, Farbrolle und Pinsel, Abklebeband, Abdeckfolie für den Boden, einen Farbeimer mit Abstreifgitter und einen Spachtel für kleine Reparaturen. Wer alte, kleine Schäden in der Wand hat, braucht zusätzlich etwas Spachtelmasse. Mit der richtigen Vorbereitung geht die Arbeit deutlich leichter von der Hand, und Sie müssen nicht mittendrin zum Baumarkt fahren.
Schritt für Schritt das Bad streichen
Zuerst räumen Sie das Bad leer und decken den Boden sowie Sanitärobjekte ab. Kleben Sie Fugen, Rahmen und Armaturen sauber ab. Reinigen Sie die Wände gründlich, denn auf Fett oder Seifenresten hält keine Farbe. Kleine Löcher und Risse spachteln Sie und lassen sie trocknen. Danach tragen Sie eine Grundierung auf – das sorgt für besseren Halt und ein gleichmäßiges Ergebnis. Ist die Grundierung trocken, streichen Sie die Feuchtraumfarbe in zwei Durchgängen, meist über Kreuz für eine gleichmäßige Deckung. Halten Sie zwischen den Anstrichen die Trockenzeit ein. Zum Schluss ziehen Sie das Abklebeband ab, solange die Farbe noch leicht feucht ist – so werden die Kanten sauber.
Kann man Fliesen im Bad streichen?
Ja, auch alte Fliesen lassen sich streichen – das ist ein beliebter Trick, um ein Bad ohne teuren Fliesenabriss aufzufrischen. Dafür brauchen Sie allerdings speziellen Fliesenlack oder Fliesenfarbe, keine normale Feuchtraumfarbe. Die Fliesen müssen vorher gründlich gereinigt, entfettet und angeschliffen werden, damit die Farbe hält. Mit etwas Sorgfalt bekommt man so alte, unschöne Fliesen für wenig Geld in einen neuen Look. Wichtig: Im stark beanspruchten Duschbereich ist gestrichener Fliesenlack weniger haltbar – dort bleibt man besser bei echten Fliesen.
Welche Farbe fürs Bad? Tipps zur Gestaltung
Bei der Farbwahl gilt im Bad wie überall: Helle Töne lassen den Raum größer und freundlicher wirken, gerade in kleinen Bädern. Warme Naturtöne wie Beige, Sand oder ein sanftes Grün liegen im Trend und wirken wohnlich. Wer mutiger ist, setzt eine einzelne Wand als farbigen Akzent, statt das ganze Bad kräftig zu streichen. Dunkle Farben können edel wirken, machen ein kleines Bad aber schnell eng. Ein praktischer Tipp: Kaufen Sie zuerst eine kleine Menge und streichen Sie eine Probefläche – bei Ihrem Badlicht wirkt die Farbe oft anders als im Baumarkt.
Häufige Fehler beim Bad streichen
Der häufigste Fehler ist die falsche Farbe – normale Wandfarbe statt Feuchtraumfarbe. Sie blättert im feuchten Bad schnell ab. Ein weiterer Fehler ist schlechte Vorbereitung: Wer die Wände nicht reinigt oder die Grundierung weglässt, bekommt ein fleckiges, wenig haltbares Ergebnis. Auch zu wenig Lüften während und nach dem Streichen ist ein Problem, weil die Farbe dann schlecht trocknet. Und wer die Trockenzeiten zwischen den Anstrichen nicht einhält, riskiert Schlieren. Mit etwas Geduld und der richtigen Farbe lassen sich diese Fehler leicht vermeiden.
Was kostet es, das Bad streichen zu lassen?
Wer selbst streicht, kommt mit Material für rund 150 bis 400 Euro aus, je nach Größe und Farbqualität. Lassen Sie einen Maler ran, kosten die Wände im Bad meist zwischen 900 und 1.600 Euro, also etwa 38 bis 58 Euro pro Quadratmeter inklusive Material und Arbeit. Das Bad streichen ist damit eine der günstigsten Renovierungen überhaupt – gerade im Vergleich zu einer Fliesensanierung, die schnell das Mehrfache kostet. Für kleine Budgets ist frische Farbe oft die beste Lösung.
Wie lange dauert es, ein Bad zu streichen?
Ein durchschnittliches Bad ist an einem Wochenende gut zu streichen. Rechnen Sie für die Vorbereitung – reinigen, abkleben, spachteln und grundieren – einen halben bis ganzen Tag ein. Die Grundierung muss trocknen, bevor es weitergeht. Das eigentliche Streichen in zwei Durchgängen dauert dann je nach Größe nur wenige Stunden, plus die Trockenzeit zwischen den Anstrichen. Wer Fliesen mit Fliesenlack streicht, sollte mehr Zeit einplanen, weil hier zusätzliche Trockenzeiten und oft ein weiterer Anstrich nötig sind. Planen Sie insgesamt lieber etwas großzügiger, denn Farbe und Grundierung brauchen ihre Zeit zum Aushärten. Und lüften Sie während der ganzen Zeit gut, damit alles sauber durchtrocknet und keine Gerüche zurückbleiben.
Häufige Fragen
Welche Farbe zum Bad streichen?
Eine spezielle Feuchtraumfarbe (Badfarbe) – sie ist wasserabweisend und schimmelresistent. Normale Wandfarbe blättert im feuchten Bad schnell ab.
Kann man Fliesen im Bad streichen?
Ja, mit speziellem Fliesenlack. Die Fliesen müssen vorher gereinigt, entfettet und angeschliffen werden. Im Duschbereich ist es aber weniger haltbar.
Was kostet es, das Bad zu streichen?
Selbst gestrichen kostet Material 150 bis 400 Euro. Ein Maler verlangt meist 900 bis 1.600 Euro, etwa 38 bis 58 Euro pro Quadratmeter.
Was muss ich beim Bad streichen beachten?
Richtige Feuchtraumfarbe wählen, Wände gründlich reinigen, grundieren, in zwei Durchgängen streichen und gut lüften, damit alles trocknet.
Fazit
Das Bad streichen ist ein günstiger und schneller Weg, das Badezimmer aufzufrischen. Das A und O ist die richtige Farbe: Feuchtraumfarbe für die Wände, Fliesenlack für alte Fliesen. Mit sauberer Vorbereitung, Grundierung und zwei Anstrichen gelingt ein schönes, haltbares Ergebnis. Wer selbst Hand anlegt, spart viel Geld – Material kostet nur 150 bis 400 Euro. Und wer die häufigen Fehler vermeidet, hat lange Freude an seinem frisch gestrichenen Bad.