15.000 €
Die alte Heizung ist 25 Jahre alt, der Schornsteinfeger macht Andeutungen, und jede Reparatur wird teurer: Irgendwann steht der Tausch an. Eine neue Heizung kostet mit Einbau meist zwischen 4.500 und 40.000 Euro, je nach System.
Am günstigsten ist eine neue Gastherme im 1:1-Austausch, am teuersten die Wärmepumpe. Dafür gibt es für Wärmepumpe und Pellet einen KfW-Zuschuss von bis zu 70 Prozent, für Gas und Öl nicht. Nach der Förderung liegen die Systeme deshalb oft näher beieinander, als die Listenpreise vermuten lassen.
Die Preise stammen aus Preisübersichten von Heizungsbauern und Energieportalen (Stand Oktober 2026) und ersetzen kein Angebot vor Ort.
| Heizsystem | Kosten (inkl. Einbau) | Förderung |
|---|---|---|
| Gastherme (1:1-Austausch) | 4.500 – 9.000 € | keine |
| Gasheizung (Brennwert komplett) | 9.000 – 15.500 € | keine |
| Ölheizung | 12.000 – 16.000 € | keine |
| Pelletheizung | 19.600 – 35.000 € | bis 70 % |
| Wärmepumpe | 25.000 – 40.000 € | bis 70 % |
Den größten Unterschied macht das neue System. Eine Gastherme, die eine alte Gastherme ersetzt, ist schnell eingebaut, weil Gasanschluss, Abgasleitung und Heizkörper bleiben. Eine Wärmepumpe braucht dagegen ein Außengerät, oft einen neuen Speicher und manchmal größere Heizkörper. Pellet braucht zusätzlich einen Lagerraum. Danach zählt das Haus. In einem gut gedämmten Gebäude reicht eine kleinere Anlage. In einem unsanierten Altbau mit alten Heizkörpern muss die Heizung mehr leisten, und es fallen oft Anpassungen am Heizsystem an. Wie viel Wärme Ihr Haus wirklich braucht, ermittelt der Heizungsbauer mit einer Heizlastberechnung. Details zu den einzelnen Systemen stehen unter Wärmepumpe Kosten, Gasheizung Kosten und Pelletheizung Kosten.
| Posten | Kosten (ca.) |
| Demontage alte Heizung | ca. 1.000 € |
| Schornsteinanpassung | 500 – 2.000 € |
| Hydraulischer Abgleich | 300 – 1.000 € |
| Warmwasserspeicher (falls nötig) | 1.000 – 3.000 € |
| Anpassung Heizkörper (Altbau) | variabel |
Bei einer alten Ölheizung kommt oft noch der Ausbau und die Entsorgung des Tanks dazu. Der hydraulische Abgleich ist bei einem geförderten Tausch ohnehin Pflicht, mehr dazu unter Hydraulischer Abgleich Kosten.
Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Es hat das bisherige Gebäudeenergiegesetz ersetzt. Die Pflicht, dass eine neue Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien laufen muss, ist damit weggefallen. Sie dürfen also auch wieder eine reine Gas- oder Ölheizung einbauen. Dafür gibt es eine sogenannte Bio-Treppe: Neue Gas- und Ölheizungen müssen ab 2029 einen steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen, zum Beispiel Biomethan oder Bioöl.
| Ab Jahr | Anteil klimafreundlicher Brennstoff |
| 2029 | 10 % |
| 2030 | 15 % |
| 2035 | 30 % |
| 2040 | 60 % |
Bestehende Heizungen haben Bestandsschutz und dürfen weiterlaufen, solange sie sich reparieren lassen. Wer heute eine Gasheizung einbaut, sollte aber mitrechnen, dass Biomethan teurer ist als Erdgas und der CO₂-Preis weiter steigt. Über 15 bis 20 Jahre kann eine geförderte Wärmepumpe deshalb günstiger sein, obwohl sie in der Anschaffung mehr kostet.
Steht neben der Heizung das ganze Haus zur Sanierung an, hilft der Ratgeber Kernsanierung Kosten bei der Gesamtrechnung.
Für Wärmepumpe, Pelletheizung, Solarthermie und andere klimafreundliche Heizungen gibt es den KfW-Zuschuss 458. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Regeln. Der Zuschuss setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, zusammen höchstens 70 Prozent:
| Baustein | Satz | Voraussetzung |
| Grundförderung | 30 % | jede förderfähige Heizung |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % | Selbstnutzer tauscht alte Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder mind. 20 Jahre alte Gasheizung; gilt bis 31.01.2027, danach sinkt er |
| Einkommensbonus | 40 / 30 / 10 % | zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 / 40.000 / 50.000 € |
Gefördert werden höchstens 28.000 Euro Kosten für die erste Wohneinheit. Der Zuschuss liegt damit bei maximal 19.600 Euro. Ab Februar 2027 sinkt diese Grenze alle sechs Monate um 750 Euro. Ein Beispiel für eine Wärmepumpe für 30.000 Euro:
| Fall | Fördersatz | Zuschuss |
| Alte Gasheizung (25 Jahre), Einkommen über 50.000 € | 46 % | 12.880 € |
| Wie oben, Einkommen bis 30.000 € | 70 % (gedeckelt) | 19.600 € |
Der Antrag muss gestellt sein, bevor die Arbeiten beginnen. Den Vertrag mit dem Heizungsbauer schließen Sie mit einer Klausel, dass er nur bei Zusage der Förderung gilt. Die aktuellen Bedingungen stehen bei der KfW.
Für reine Gas- und Ölheizungen gibt es keinen Zuschuss. Absetzbar sind nur 20 Prozent der Arbeitskosten über die Steuer, höchstens 1.200 Euro im Jahr (§ 35a EStG). Für die Optimierung einer bestehenden Heizung, etwa den hydraulischen Abgleich, zahlt die BAFA 15 Prozent.
Eine Gastherme im 1:1-Austausch ist oft an einem bis zwei Tagen erledigt. Eine Wärmepumpe braucht meist drei bis fünf Tage, mit Speicher, Elektrik und Anpassungen an den Heizkörpern auch länger. Planen Sie außerdem die Zeit für den Förderantrag und die Lieferung ein. Wer erst im Winter tauscht, wenn die alte Heizung ausfällt, hat weniger Auswahl und zahlt oft mehr.
Bevor Sie Angebote einholen, klären Sie diese Punkte:
Wer diese Fragen beantwortet hat, kann die Angebote nach Förderung vergleichen und nicht nur nach dem Listenpreis.
Quellen (Stand Oktober 2026)
Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte (Stand Oktober 2026, Angaben ohne Gewähr). Die tatsächlichen Kosten hängen von Region, Ausstattung, Zustand und Anbieter ab; ein verbindliches Angebot erhalten Sie nur vom Fachbetrieb.
Hinweis: Alle genannten Preise sind durchschnittliche Orientierungswerte (Stand 2026) und können je nach Region, Ausstattung, Anbieter und Aufwand abweichen. Es handelt sich nicht um garantierte Festpreise. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Je nach System 4.500 bis 40.000 Euro. Eine neue Gastherme im 1:1-Austausch ist am günstigsten, eine Wärmepumpe am teuersten. Dafür bekommt die Wärmepumpe bis zu 70 Prozent Zuschuss, die Gasheizung keinen.
Seit dem 21. Juli 2026 zahlt die KfW 30 Prozent Grundförderung, dazu bis 31.01.2027 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und je nach Einkommen bis zu 40 Prozent extra. Höchstens 70 Prozent von 28.000 Euro, also 19.600 Euro. Gas und Öl werden nicht gefördert.
Nein. Bestehende Heizungen haben Bestandsschutz. Seit dem neuen Gesetz (GModG) vom 29. Juli 2026 ist auch beim Neueinbau wieder eine Gasheizung erlaubt. Ab 2029 muss sie aber einen steigenden Anteil Biomethan nutzen, 2040 schon 60 Prozent.
In der Anschaffung die Gastherme, ab etwa 4.500 Euro. Nach Förderung und über 15 bis 20 Jahre gerechnet kann die Wärmepumpe günstiger sein, weil der CO₂-Preis und die Bio-Treppe Gas teurer machen.
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir vermitteln keine Handwerksbetriebe, beantworten aber gern Fragen zu Kosten und Ablauf.
Bau-Wissen