Eine begehbare Dusche gemauert kostet 2026 je nach Größe und Ausführung zwischen 1.000 und 6.000 Euro. Das reine Mauerwerk ist dabei günstig – Porenbetonsteine kosten nur 2 bis 5 Euro pro Stück. Teuer wird es durch alles, was dazugehört: Gefälleestrich, Abdichtung, Fliesen und die Arbeit mehrerer Gewerke.
1.000 € – 3.000 € – 6.000 € (Minimum Material/DIY – Durchschnitt – Maximum Fachbetrieb komplett)
Wer nur die Wände selbst mauert und den Rest dem Fachmann überlässt, bleibt am unteren Ende. Eine komplett vom Fachbetrieb gebaute, geflieste gemauerte Dusche liegt dagegen eher bei 3.000 bis 6.000 Euro.
Hier sehen Sie die Kosten im Detail, den Vergleich mit dem Fertigelement und worauf es beim Bau ankommt. Die Angaben beruhen auf aktuellen Marktpreisen für 2026.
Eine begehbare Dusche gemauert zu bauen lohnt sich vor allem im Zuge einer ohnehin geplanten Badsanierung. Wer stattdessen eine fertige Lösung bevorzugt, findet die Preise, um eine Dusche einbauen lassen zu können, sowie die Kosten für eine Duschkabine in unseren separaten Ratgebern. Wichtige Hinweise zur fachgerechten Abdichtung bietet außerdem die Verbraucherzentrale.
Bei einer Badsanierung lohnt sich auch ein Blick auf verwandte Themen: die Nachrüstung von Haltegriffen im Bad sowie Kosten und Einbau eines Unterputz-Spülkastens.
Für einen barrierefreien Umbau lohnt sich ein Blick auf die offiziellen Zuschüsse der KfW-Förderung zur Barrierereduzierung.
| Position | Kosten | Hinweis |
|---|---|---|
| Porenbeton-/Gasbetonsteine | 2 – 5 € | pro Stück, Mauerwerk |
| Gefälleestrich & Ablauf/Rinne | 300 – 800 € | für den Wasserablauf |
| Verbundabdichtung (Material) | 150 – 400 € | unter den Fliesen |
| Fliesen (Material) | 30 – 100 € | pro m² |
| Arbeitszeit (mehrere Gewerke) | 1.500 – 3.500 € | Maurer, Fliesenleger |
| Komplett vom Fachbetrieb | 3.000 – 6.000 € | je nach Größe |
Bevor Sie über Kosten reden, sollten Sie die Bauweise klären. Eine gemauerte Dusche entsteht aus Porenbeton- oder Gasbetonsteinen, die aufgemauert, abgedichtet und gefliest werden. Der große Vorteil: völlige Gestaltungsfreiheit. Sie können die Form frei wählen, Nischen als Ablage einbauen oder sogar eine Sitzbank einmauern – und das Ganze ist extrem stabil und langlebig. Der Nachteil sind der höhere Aufwand und die längere Bauzeit von ein bis drei Wochen. Die Alternative ist ein Fertigelement aus Hartschaum: ein vorgefertigter, befliesbarer Duschboden oder ein Sitz-Element, das nur eingeklebt und verfliest wird. Das geht schneller und ist oft günstiger, lässt aber weniger Freiheit. Für individuelle Grundrisse und den Wunsch nach Nischen ist die gemauerte Lösung die richtige; wer eine einfache rechteckige Dusche will, fährt mit dem Fertigelement meist günstiger.
Das Überraschende zuerst: Das Mauerwerk selbst ist der günstigste Teil. Ein Porenbetonstein kostet nur 2 bis 5 Euro, für eine kleine Trennwand brauchen Sie oft nur wenige Steine. Die Kosten entstehen an anderer Stelle. Der Gefälleestrich mit dem bodengleichen Ablauf oder einer Duschrinne schlägt mit 300 bis 800 Euro zu Buche. Die fachgerechte Verbundabdichtung kostet als Material 150 bis 400 Euro. Dazu kommen die Fliesen mit 30 bis 100 Euro pro Quadratmeter und vor allem die Arbeitszeit: Maurer und Fliesenleger zusammen liegen schnell bei 1.500 bis 3.500 Euro. Unterm Strich landet eine komplett vom Fachbetrieb gebaute gemauerte Dusche meist zwischen 3.000 und 6.000 Euro – wer selbst mauert und nur die kritischen Arbeiten vergibt, kann deutlich darunter bleiben.
| Position | Betrag |
| Porenbetonsteine für die Trennwand | 120 € |
| Gefälleestrich & Duschrinne | 550 € |
| Verbundabdichtung (Material) | 250 € |
| Fliesen (ca. 6 m²) | 360 € |
| Arbeitszeit Fachbetrieb | 2.200 € |
| Gesamt | 3.480 € |
Dieses Beispiel zeigt eine kleine, komplett vom Fachbetrieb gebaute gemauerte Dusche. Wer die Wände selbst mauert und die Fliesen in Eigenleistung verlegt, spart einen großen Teil der 2.200 Euro Arbeitszeit – die kritischen Arbeiten Abdichtung und Gefälleestrich sollten Sie aber in jedem Fall dem Fachmann überlassen.
Ein Punkt, den viele bei der Planung übersehen: Eine gemauerte Wand ist dick. Je nach Stein rechnen Sie mit einer Wandstärke von 10 bis 15 Zentimetern – das geht zusätzlich zur eigentlichen Duschfläche von der Raumfläche ab. In einem kleinen Bad kann das entscheidend sein. Als Faustregel sollte die Duschfläche selbst mindestens einen Quadratmeter betragen; bei einer offenen Dusche ohne Tür sollte die Längsseite mindestens 1,20 Meter messen, damit kein Spritzwasser ins übrige Bad gelangt. Massive Wände können in einem kleinen, dunklen Bad zudem optisch erdrückend wirken – eine gute Beleuchtung und eine teiloffene Bauweise mit Glaselement helfen dagegen.
Hier liegt der wichtigste und heikelste Punkt beim Bau einer gemauerten Dusche. Fliesen und Fugen allein sind nicht wasserdicht – die eigentliche Abdichtung ist eine geschlossene Schicht unter den Fliesen, die Verbundabdichtung. Bei einer bodengleichen gemauerten Dusche ist der Anschluss an den Ablauf und die Übergänge zwischen Boden und Wand besonders kritisch. Ein Fehler an dieser Stelle zeigt sich oft erst nach Monaten – dann aber als Wasserschaden, der die ganze Konstruktion und darunterliegende Räume betrifft und schnell fünfstellig wird. Genau deshalb warnen Fachleute ausdrücklich davor, die Abdichtung selbst zu übernehmen, wenn man keine Erfahrung hat. Wie die Abdichtung im Detail funktioniert, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Dusche abdichten.
Das reine Aufmauern der Wände aus Porenbeton ist für geübte Heimwerker durchaus machbar – die Steine lassen sich leicht bearbeiten und verkleben. Auch das Verlegen der Fliesen trauen sich viele selbst zu. Die kritischen Gewerke sind aber der Gefälleestrich, der Anschluss der Wasserleitungen und vor allem die Abdichtung. Hier entscheidet ein Fehler über einen teuren Wasserschaden, und genau diese Arbeiten gehören in Fachhände. Der sinnvollste Mittelweg für Sparer: Wände und Fliesen selbst, Abdichtung und Estrich vom Profi. Wer sich unsicher ist, vergibt lieber das gesamte Projekt – die gemauerte Dusche ist kein Anfängerprojekt.
Wird die gemauerte begehbare Dusche im Rahmen eines barrierefreien Umbaus gebaut – bodengleich, mit ausreichend Bewegungsfläche und eventuell einer eingemauerten Sitzbank –, kann die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro pro Person gewähren. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Unabhängig davon lassen sich die reinen Lohnkosten des Fachbetriebs als Handwerkerleistung nach § 35a EStG absetzen: 20 Prozent, bis zu 1.200 Euro pro Jahr, gegen ordentliche Rechnung und Überweisung. Einen energetischen Bezug hat der Umbau nicht, daher greift § 35c hier nicht. Da sich Förderkonditionen ändern, prüfen Sie den aktuellen Stand bei Ihrer Pflegekasse.
Hinweis: Alle genannten Preise sind durchschnittliche Orientierungswerte (Stand 2026) und können je nach Region, Ausstattung, Anbieter und Aufwand abweichen. Es handelt sich nicht um garantierte Festpreise. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Je nach Größe und Ausführung 1.000 bis 6.000 Euro. Das Mauerwerk selbst ist günstig (Porenbeton 2 bis 5 Euro pro Stein), teuer sind Gefälleestrich, Abdichtung, Fliesen und Arbeitszeit. Komplett vom Fachbetrieb liegt man meist bei 3.000 bis 6.000 Euro.
Bei einfachen rechteckigen Formen ist ein befliesbares Fertigelement aus Hartschaum meist günstiger und schneller. Die gemauerte Lösung lohnt sich, wenn Sie individuelle Formen, Nischen oder eine eingemauerte Sitzbank möchten – sie ist stabiler, aber aufwendiger.
Das Aufmauern der Wände aus Porenbeton ist für geübte Heimwerker machbar, ebenso das Fliesen. Die kritischen Arbeiten – Gefälleestrich, Wasseranschluss und vor allem die Abdichtung – gehören aber in Fachhände, da hier ein Fehler einen teuren Wasserschaden verursacht.
Mehr als eine Standarddusche, denn die Wände sind mit 10 bis 15 Zentimetern recht dick. Die Duschfläche selbst sollte mindestens einen Quadratmeter betragen, bei offener Bauweise ohne Tür die Längsseite mindestens 1,20 Meter, damit kein Spritzwasser ins Bad gelangt.
Weil Fliesen und Fugen allein nicht wasserdicht sind. Die eigentliche Abdichtung liegt als geschlossene Schicht unter den Fliesen. Gerade am bodengleichen Ablauf und an den Boden-Wand-Übergängen entstehen sonst Wasserschäden, die erst nach Monaten sichtbar werden und schnell fünfstellig kosten.
Ja, das ist ein großer Vorteil der gemauerten Bauweise. Eine Nische dient als Ablage für Duschzubehör, eine eingemauerte Sitzbank erhöht den Komfort und ist besonders im Hinblick auf ein barrierefreies Bad sinnvoll. Beides muss aber von Anfang an mitgeplant und mit abgedichtet werden.
Vergleichen Sie bis zu 5 geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region.