Home / Haushaltspläne / Dusche einbauen: Was kostet das?

Dusche einbauen Kosten 2026: Duschtasse, Duschkabine oder bodengleich

Was kostet es, eine Dusche oder Duschkabine einbauen zu lassen? Preise für Duschtasse, Walk-in und bodengleiche Dusche, Förderstand 2026 und eine Checkliste fürs Angebot.

Durchschnittliche Kosten Dusche einbauen

3.000 €

Aktuelle Marktpreise 2026

Wer sich eine neue Dusche vom Fachbetrieb einbauen lässt, landet meistens bei etwa 3.000 Euro. Eine Duschtasse mit Kabine gibt es schon ab rund 1.200 Euro, für eine bodengleich geflieste Dusche im Altbau können es bis zu 7.000 Euro werden. Viele wundern sich, wofür das Geld eigentlich draufgeht: weniger für Glaswand und Armatur als für Estrich, Gefälle und Abdichtung, die man später gar nicht mehr sieht.

Am einfachsten ist es, wenn der Abfluss bleiben kann, wo er ist. Dann kommt die neue Duschtasse auf den vorhandenen Boden, und nach ein, zwei Tagen ist der Installateur fertig. Bei einer ebenerdigen Dusche wird dagegen der Boden aufgestemmt, neu aufgebaut und gegen viel Wasser abgedichtet. Mit mehreren Arbeitstagen muss man da rechnen, zumal zwischendurch immer wieder etwas trocknen muss.

Oft ist aber gar kein großer Umbau nötig, weil nur die alte Kabine vergilbt oder undicht ist. Für den Tausch berechnen Betriebe meist 300 bis 800 Euro, die neue Kabine kommt noch dazu (Preise bei den Duschkabine Kosten).

Die Preise in diesem Ratgeber haben wir aus veröffentlichten Preisübersichten von Handwerkerportalen und Fachbetrieben zusammengetragen und abgeglichen (Stand Oktober 2026). Sie geben eine Richtung vor, ein Angebot vor Ort ersetzen sie aber nicht.

VarianteKosten inkl. Material und MontageDauerPasst
Neue Duschtasse mit Kabine, Anschlüsse bleiben1.200–3.000 €1–2 TageMietwohnung, schneller Austausch
Walk-in mit superflacher Duschwanne1.800–3.500 €2–3 Tagemoderner Look, Boden bleibt weitgehend zu
Bodengleich gefliest mit Rinne oder Punktablauf3.000–7.000 €4–6 Arbeitstage plus Trocknungbarrierefreies Bad, Komplettsanierung

„Walk-in“ bedeutet übrigens nur, dass man ohne Tür hinter eine feste Glaswand tritt. Über den Boden sagt der Begriff nichts. Darunter kann eine flache Duschwanne liegen oder ein gefliester Boden mit Rinne, und deshalb schwanken Walk-in-Preise im Netz zwischen knapp 2.000 und über 5.000 Euro. Im Angebot sollte stehen, welche Bauweise gemeint ist.

Warum bodengleich mehr kostet

Das hat viel mit der Abdichtungsnorm DIN 18534 zu tun. Den Boden einer bodengleichen Dusche ordnet sie der Klasse W2-I zu, also hoher Wasserbelastung, während rund um eine Duschtasse meist W1-I reicht. Auf der Baustelle heißt das: eine durchgehende Verbundabdichtung unter den Fliesen, Dichtband in jede Ecke, Manschetten um jedes Rohr. Wird hier gepfuscht, merkt man es oft erst Monate später, wenn in der Wohnung darunter ein Wasserfleck an der Decke auftaucht. Den Aufbau im Einzelnen erklärt der Ratgeber Dusche abdichten.

Kostenposition (bodengleiche Dusche)Kosten ca.
Alte Dusche oder Wanne ausbauen und entsorgen200–400 €
Duschrinne oder Punktablauf inkl. Einbau300–800 €
Gefälleestrich und Bodenarbeiten500–1.200 €
Abdichtung nach DIN 18534300–800 €
Fliesenarbeiten Boden und Duschwände800–1.600 €
Glasabtrennung500–1.400 €
Armatur und Brause inkl. Anschluss300–800 €
Summerund 3.000–7.000 €

Ein Rechenbeispiel: In einem Bad aus den 1980er-Jahren soll die alte Duschtasse raus, an ihre Stelle kommt eine geflieste, bodengleiche Dusche mit 90 × 120 cm. Der Abfluss bleibt, wo er ist. Ausbau 300 €, Duschrinne 450 €, Estrich 700 €, Abdichtung 450 €, Fliesen 1.100 €, Glaswand 800 €, Armatur 500 €. Macht zusammen ungefähr 4.300 €.

Besonderheiten im Altbau

Im Altbau hängt oft alles an ein paar Zentimetern. Ein Bodenablauf braucht je nach System etwa 7 bis 10 cm Aufbauhöhe, flache Rinnen etwas weniger. Wenn das Fallrohr zu hoch sitzt oder der Estrich dünn ist, bleibt meist nur ein kleines Podest, eine superflache Duschwanne statt Fliesen oder eine Duschpumpe. Letztere pumpt das Wasser aktiv ab, braucht dafür aber einen Stromanschluss und hin und wieder Wartung.

Vorsicht bei Holzbalkendecken: Estrich und Fliesen bringen zusätzliches Gewicht mit, und auf Holz wird anders abgedichtet als auf Beton. Die Decke sollte sich deshalb vorher ein Fachbetrieb ansehen.

Soll der Abfluss an eine andere Stelle, kommen oft 500 bis 1.500 Euro dazu. Stecken in der Wand noch die Rohre aus der Bauzeit, ist das ein guter Anlass, gleich über eine neue Wasserleitung nachzudenken. Wer ohnehin den Boden großflächig neu aufbauen muss, findet die Preise bei den Estrich Kosten.

Was kostet die Montage einer Duschkabine?

Abgerechnet wird nach Stunden. Sanitärbetriebe nehmen meist 60 bis 90 Euro brutto, Fliesenleger 45 bis 65 Euro, in Großstädten liegen beide oft 15 bis 25 Prozent darüber (Handwerker Stundenlohn). Beim reinen Kabinentausch, wenn Boden und Fliesen bleiben, kommt ungefähr das hier zusammen:

Montage-PostenKosten ca.
Alte Kabine demontieren und entsorgen80–200 €
Neue Kabine montieren150–400 €
Silikonfugen ziehen40–100 €
Anfahrt und Aufmaß30–100 €
Summe300–800 €

Komplett einbauen lassen: Kommen Duschwanne, Kabine und Armatur zusammen neu, berechnen Betriebe für die Arbeit meist 500 bis 1.000 Euro, das Material kommt dazu. Manche Anbieter montieren eine Duschkabine auch zum Festpreis ab etwa 290 Euro, ohne Vorarbeiten (Meister-Job, Stand September 2026). Die Arbeitskosten lassen sich nach § 35a EStG mit 20 Prozent von der Steuer absetzen.

Muss auch die Duschtasse neu, kostet sie je nach Material 80 bis 400 Euro, plus 200 bis 500 Euro für den Einbau. Nur Tür oder Abtrennung zu wechseln ist die günstigste Variante (siehe Duschtür Kosten).

Fliesen und Barrierefreiheit

„R10“ taucht in fast jedem Ratgeber zur Dusche auf, dabei beschreiben die R-Klassen, wie rutschig ein Boden mit Schuhen ist. Für nasse Barfußbereiche gibt es eine eigene Einteilung in die Bewertungsgruppen A, B und C, und Duschen fallen laut DGUV Information 207-006 unter B. Wer barrierefrei nach DIN 18040-2 baut, braucht beides, B und R10. Im Datenblatt der Fliese lohnt es sich, gezielt nach der Barfuß-Klasse zu suchen, denn sie steht dort oft etwas versteckt.

Laut derselben Norm darf der Duschplatz höchstens 2 cm tiefer liegen als der restliche Boden, und es braucht 120 × 120 cm freie Bewegungsfläche, mit Rollstuhl 150 × 150 cm. Denkt man jetzt schon an Haltegriffe oder eine Sitzbank, sollte die Wand gleich verstärkt werden. Später die Fliesen wieder aufzumachen, ist ärgerlich und teurer.

Zuschüsse und Steuer

Pflegekasse

Mit einem Pflegegrad gibt die Pflegekasse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis zu 4.180 Euro je Maßnahme dazu. Wohnen mehrere Pflegebedürftige zusammen, können es insgesamt bis zu 16.720 Euro werden (§ 40 Abs. 4 SGB XI). Am besten stellt man den Antrag, bevor der Auftrag unterschrieben ist.

KfW: Zuschuss gestoppt, Kredit möglich

Den KfW-Zuschuss für Barrierereduzierung (455-B) gibt es zurzeit nicht. Die Mittel für 2026 sind seit Ende Juli ausgeschöpft, neue Anträge nimmt die KfW nicht mehr an. Ob 2027 wieder Geld bereitsteht, ist offen.

Möglich ist weiterhin der KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ mit bis zu 50.000 Euro pro Wohnung. Ein Pflegegrad ist dafür nicht nötig, das Geld muss aber zurückgezahlt werden.

Steuerbonus

20 Prozent der Arbeitskosten lassen sich von der Steuer abziehen, höchstens 1.200 Euro im Jahr (§ 35a EStG). Dafür braucht es eine Rechnung, und bezahlt werden muss per Überweisung, bar geht nicht. Was schon ein steuerfreier Zuschuss wie der der Pflegekasse bezahlt hat, zählt für den Steuerbonus nicht mit.

Im Rechenbeispiel oben mit rund 2.000 Euro Arbeitsanteil wären das etwa 400 Euro Steuerersparnis. Welche Töpfe es sonst noch gibt, steht im Ratgeber zur Förderung fürs barrierefreie Bad.

Umbau in der Mietwohnung

Ohne schriftliches Okay des Vermieters sollten Mieter auch einen simplen Duschtausch nicht beauftragen. Dient der Umbau der Barrierefreiheit, haben sie nach § 554 BGB Anspruch auf diese Erlaubnis. Der Vermieter kann dann nur ablehnen, wenn ihm der Umbau nach Abwägung beider Seiten nicht zuzumuten ist. Verlangen darf er eine zusätzliche Sicherheit für den späteren Rückbau. Bezahlen muss in aller Regel der Mieter.

Checkliste fürs Angebot

Vor der Unterschrift lohnt sich ein zweiter Blick ins Angebot. Diese Punkte sollten drinstehen:

  • Abdichtung „nach DIN 18534“, bei bodengleicher Dusche mit Klasse W2-I
  • welcher Ablauf verbaut wird (Hersteller, Typ) und wie viel Aufbauhöhe er braucht
  • Estrich, Abdichtung und Fliesen als einzelne Positionen statt einer Pauschale
  • Demontage und Entsorgung der alten Dusche
  • die Rutschhemmung der Bodenfliesen, im Barfußbereich mit Bewertungsgruppe
  • Arbeitskosten getrennt vom Material, was für den Steuerbonus nötig ist

Silikonfugen gelten übrigens als Wartungsfugen. Sie halten einige Jahre, aber nicht ewig, und müssen irgendwann erneuert werden.

Fazit

Ohne ebenerdigen Einstieg ist man mit Duschtasse und Kabine oder einer flachen Walk-in-Wanne am günstigsten dabei. Bodengleich kostet ungefähr das Doppelte. Das lohnt sich vor allem, wenn das Bad sowieso saniert wird oder jemand im Haushalt nicht mehr gut über einen Wannenrand steigen kann.

Quellen (Stand Oktober 2026)

Stadt Durchschnittspreis Niveau
München
€3,600 High
Stuttgart
€3,500 High
Frankfurt am Main
€3,400 Medium
Hamburg
€3,400 Medium
Köln
€3,200 Medium
Berlin
€3,150 Medium
Leipzig
€2,800 Low

Haftungsausschluss

Hinweis: Alle genannten Preise sind durchschnittliche Orientierungswerte (Stand 2026) und können je nach Region, Ausstattung, Anbieter und Aufwand abweichen. Es handelt sich nicht um garantierte Festpreise. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.

Was ist enthalten

  • Ausbau und Entsorgung der alten Dusche
  • Duschtasse oder Bodenablauf
  • Abdichtung im Duschbereich
  • Duschabtrennung und Armatur montieren
  • Silikonfugen

Nicht enthalten

  • Neue Fliesen im ganzen Bad
  • Abfluss versetzen
  • Estrich großflächig erneuern
  • Elektroarbeiten, zum Beispiel Licht in der Nische
  • Duschpumpe
  • Wand versetzen

Fürs eigene Haus meistens nicht. Anders in der Eigentumswohnung: Estrich, Abdichtung und Fallleitungen gehören dort in der Regel zum Gemeinschaftseigentum, und daran darf man nur mit Beschluss der Eigentümer ran. Dient der Umbau der Barrierereduzierung, hat man allerdings Anspruch auf die Zustimmung (§ 20 Abs. 2 WEG).

Dusche einbauen nach Stadt

Preise und Fachbetriebe unterscheiden sich je nach Stadt. Wählen Sie Ihren Ort für lokale Kosten und Betriebe:

Frage zu Ihrem Projekt?

Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir vermitteln keine Handwerksbetriebe, beantworten aber gern Fragen zu Kosten und Ablauf.

Kostenlos und unverbindlich

Bau-Wissen