900 €
Den Austausch eines Durchlauferhitzers gibt es für 150 Euro, er kann aber auch knapp 3.000 Euro kosten. Der Unterschied liegt fast nie am Gerät, sondern an der Elektrik. Wird ein altes Gerät gegen ein neues mit gleicher Leistung getauscht und die Anschlüsse passen, ist ein Elektriker in ein bis zwei Stunden fertig, und Sie zahlen mit Gerät meist 400 bis 1.000 Euro. Soll das neue Gerät mehr leisten oder gab es an der Stelle bisher gar keinen Starkstrom, wird es deutlich teurer.
Bevor Sie ein Gerät kaufen, lohnt deshalb ein Blick in den Sicherungskasten und aufs Typenschild des alten Geräts. Welche Leistung es hat und wie es abgesichert ist, entscheidet über die Hälfte des Preises.
Bleibt das Wasser schon heute lauwarm, liegt das nicht immer am Gerät. Typische Ursachen und was Sie selbst prüfen können, stehen im Ratgeber Warmwasser wird nicht warm.
| Variante | Kosten (Gerät + Montage) | Hinweis |
|---|---|---|
| Kleindurchlauferhitzer am Waschbecken (230 V) | 150 – 450 € | nur für Handwaschbecken |
| Austausch 1:1, gleiche Leistung | 400 – 1.000 € | Anschlüsse vorhanden |
| Umstieg auf mehr Leistung | 700 – 1.800 € | Absicherung, ggf. Leitung neu |
| Neuinstallation mit neuer Drehstromleitung | 1.000 – 2.800 € | vorher kein Starkstrom am Ort |
Ein elektronischer Durchlauferhitzer mit 18 bis 27 kW kostet je nach Ausstattung etwa 250 bis 800 Euro, einfache hydraulische Geräte liegen darunter. Kleindurchlauferhitzer für ein Handwaschbecken gibt es schon ab rund 80 Euro. Teurer als das Gerät wird es, wenn die Hauselektrik nicht zum neuen Gerät passt.
Ein Durchlauferhitzer für die Dusche braucht einen Drehstromanschluss mit 400 Volt, eine passende Absicherung, meist zwischen 32 und 40 Ampere, und eine ausreichend dicke Zuleitung. Welche Werte gelten, steht in der Montageanleitung des neuen Geräts. Steigen Sie zum Beispiel von 18 auf 24 kW um, reichen alte Sicherungen und Leitung oft nicht mehr aus.
| Posten | Kosten (ca.) |
| Elektronischer Durchlauferhitzer, 18–27 kW | 250 – 800 € |
| Hydraulischer Durchlauferhitzer | 200 – 400 € |
| Kleindurchlauferhitzer, 230 V | 80 – 250 € |
| Montage beim 1:1-Austausch, 1–2 Std. | 100 – 250 € |
| Neue Drehstromleitung inkl. Sicherungen | 500 – 2.000 € |
| Anfahrt | 30 – 60 € |
Wie viel Elektriker pro Stunde berechnen, steht im Ratgeber Handwerker Stundenlohn.
Im Bad eines Reihenhauses hängt ein rund 20 Jahre alter hydraulischer Durchlauferhitzer mit 21 kW. Das Wasser schwankt beim Duschen zwischen zu heiß und zu kalt. Ersetzt wird er durch ein elektronisches Gerät mit derselben Leistung, Leitung und Sicherungen sind bereits passend.
| Posten | Kosten |
| Elektronischer Durchlauferhitzer, 21 kW | 450 € |
| Montage und Anschluss, 1,5 Std. à 70 € | 105 € |
| Anschlussstücke, Dichtungen | 25 € |
| Entsorgung Altgerät | 15 € |
| Anfahrt | 40 € |
| Summe (inkl. MwSt.) | 635 € |
Den Lohn- und Anfahrtsanteil von 145 Euro können Sie nach § 35a EStG mit 20 Prozent von der Steuer abziehen, das sind 29 Euro. Elektronische Geräte halten die Temperatur genauer als hydraulische und heizen nur so viel, wie nötig ist. Hersteller nennen dadurch eine Stromersparnis von bis zu rund 20 Prozent, wie viel es tatsächlich ist, hängt stark vom Duschverhalten ab.
Für eine Dusche haben sich 18 bis 24 kW durchgesetzt. Ein 21-kW-Gerät liefert nach Herstellerdaten knapp 12 Liter pro Minute, wenn das Wasser von 12 auf 38 Grad erwärmt werden muss. Ein 18-kW-Gerät schafft unter denselben Bedingungen rund 10 Liter. Im Winter, wenn das Leitungswasser kälter ankommt, sinkt diese Menge spürbar. Wer gern mit großem Regenduschkopf duscht oder eine Badewanne füllt, ist mit 24 oder 27 kW besser bedient, braucht dafür aber auch die passende Absicherung.
Für ein Handwaschbecken im Gäste-WC reicht dagegen ein Kleindurchlauferhitzer mit 3,5 bis 6,5 kW, der an normalen 230 Volt betrieben wird. Er liefert nur wenig warmes Wasser, genug zum Händewaschen, nicht zum Duschen.
Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter dem Hausanschluss dürfen nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung nur der Netzbetreiber oder ein Elektrobetrieb ausführen, der in dessen Installateurverzeichnis eingetragen ist. Für Durchlauferhitzer mit mehr als 12 kW muss der Netzbetreiber vorher zustimmen. Das klingt nach Papierkram, erledigt der eingetragene Elektriker aber in der Regel nebenbei.
Hängt das alte Gerät an einer Leitung, die für das neue zu schwach ist, muss eine neue Zuleitung vom Sicherungskasten gezogen werden. Je nach Weg, Wandaufbau und Zustand des Verteilers kostet das 500 bis 2.000 Euro. In älteren Häusern lohnt es sich, dabei gleich den Zustand der übrigen Elektrik prüfen zu lassen.
Hydraulische Durchlauferhitzer schalten je nach Durchfluss stufenweise zu. Die Temperatur schwankt deshalb, wenn sich der Wasserdruck ändert, etwa wenn nebenan jemand die Toilettenspülung betätigt. Elektronische Geräte messen laufend und regeln die Leistung stufenlos nach. Sie sind etwas teurer, bieten aber deutlich mehr Komfort. Beim Austausch eines alten hydraulischen Geräts ist ein elektronisches heute fast immer die bessere Wahl.
Ein Durchlauferhitzer ist günstig in der Anschaffung, aber teuer im Betrieb. Zehn Minuten Duschen mit voller Leistung eines 21-kW-Geräts brauchen rund 3,5 kWh Strom, bei 35 Cent je kWh also gut 1,20 Euro. Ein Sparduschkopf und etwas niedrigere Temperatur senken diese Kosten mehr als jedes Gerätedetail. Welche Wassertemperatur im Alltag sinnvoll ist, erklärt der Ratgeber zum Warmwasser.
Gasgeräte gibt es vor allem noch in älteren Mietwohnungen. Ihr Austausch ist aufwendiger, weil Abgasführung und Verbrennungsluft stimmen müssen und nur zugelassene Gasinstallateure an gasführenden Teilen arbeiten dürfen. Der Schornsteinfeger nimmt das neue Gerät ab. Mancher Eigentümer nutzt den Austausch, um auf ein elektrisches Gerät umzusteigen. Das spart Abgasanlage und Schornsteinfeger, setzt aber einen Drehstromanschluss voraus.
Hinweis: Alle genannten Preise sind durchschnittliche Orientierungswerte (Stand 2026) und können je nach Region, Ausstattung, Anbieter und Aufwand abweichen. Es handelt sich nicht um garantierte Festpreise. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Bei einem Tausch mit gleicher Leistung und passenden Anschlüssen meist 400 bis 1.000 Euro mit Gerät. Muss für ein stärkeres Gerät die Absicherung oder die Leitung angepasst werden, sind 700 bis 1.800 Euro realistisch, mit komplett neuer Starkstromleitung bis etwa 2.800 Euro.
Nur steckerfertige Kleingeräte, die mit einem normalen Stecker an die Steckdose kommen. Alles, was fest an Drehstrom angeschlossen wird, gehört nach § 13 NAV in die Hände eines eingetragenen Elektrobetriebs. Das schützt auch Ihren Versicherungsschutz.
Gehört der Durchlauferhitzer zur Wohnung und geht kaputt, muss der Vermieter ihn reparieren oder ersetzen lassen. Das folgt aus seiner Erhaltungspflicht nach § 535 BGB. Die Stromkosten für den Betrieb trägt der Mieter.
Oft 15 bis 20 Jahre, bei sehr kalkhaltigem Wasser auch weniger. Typische Zeichen für einen nahenden Austausch sind schwankende Temperaturen, ein deutlich schwächerer Warmwasserstrahl als früher oder häufig auslösende Sicherungen.
Für eine normale Dusche meist ja, im Winter kann es aber knapp werden. Nach Herstellerdaten liefert ein 18-kW-Gerät rund 10 Liter pro Minute bei 38 Grad, ein 21-kW-Gerät knapp 12 Liter. Viele Geräte lassen sich bei der Montage auf mehrere Leistungsstufen einstellen, sofern die Elektrik das zulässt.
In den meisten Fällen ja. Elektronische Geräte halten die Temperatur konstant und verbrauchen laut Herstellerangaben spürbar weniger Strom. Der Aufpreis liegt beim Gerät meist bei wenigen Hundert Euro, an der Montage ändert sich bei gleicher Leistung kaum etwas.
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir vermitteln keine Handwerksbetriebe, beantworten aber gern Fragen zu Kosten und Ablauf.
Bau-Wissen