Die Fassadendämmung Kosten liegen je nach Methode meist zwischen 20 und 300 Euro pro Quadratmeter. Für ein ganzes Einfamilienhaus kommen mit dem üblichen WDVS meist 15.000 bis 30.000 Euro zusammen; mit hochwertiger vorgehängter Fassade und Zusatzarbeiten kann es bis zu 50.000 Euro werden. Mit einer günstigen Einblasdämmung geht es dagegen schon ab rund 3.000 Euro los. Wer seine Fassade dämmen lassen will, spart danach deutlich Heizkosten – denn über ungedämmte Außenwände gehen bis zu 30 Prozent der Heizenergie verloren.
Die Fassadendämmung Kosten hängen vor allem von der Methode, der Fassadenfläche und dem Dämmstoff ab. Wir zeigen Ihnen die Preise pro Quadratmeter und die Förderung im Detail.
So können Sie realistisch kalkulieren. Als Grundlage dienen aktuelle Marktpreise aus dem laufenden Jahr.
| Methode | Kosten pro m² (inkl. Gerüst) | Hinweis |
|---|---|---|
| Einblasdämmung / Kerndämmung | 20 – 60 € | günstigste (nur zweischalig) |
| WDVS (EPS-Styropor) | 90 – 165 € | häufigste |
| WDVS (Mineralwolle) | 155 – 200 € | nicht brennbar |
| Vorgehängte Fassade (VHF) | 150 – 300 € | langlebig, Premium |
Den größten Unterschied bei den Fassadendämmung Kosten macht die Methode. Die günstigste ist die Einblas- oder Kerndämmung, bei der Dämmmaterial in den Hohlraum eines zweischaligen Mauerwerks geblasen wird – das geht ohne Gerüst und Putz, ist aber nur bei etwa 30 Prozent der Häuser möglich. Die häufigste Lösung ist das Wärmedämmverbundsystem (WDVS), bei dem Dämmplatten von außen aufgeklebt und verputzt werden. Am hochwertigsten und langlebigsten ist die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF). Rund 60 Prozent der Kosten entfallen auf Arbeitslohn und Gerüst, nicht auf das Material selbst.
| Posten / Gebäude | Kosten (ca.) |
| Dämmstoff (Material) | 30 – 40 % der Gesamtkosten |
| Gerüst | 10 – 50 €/m² |
| EFH 150 m² Fassade (WDVS) | 15.000 – 30.000 € |
| Zusatzarbeiten (Risse, alter Putz) | +5.000 – 10.000 € |
| Energieberater (iSFP) | 500 – 1.500 € (teils gefördert) |
Das Wärmedämmverbundsystem mit EPS ist für die meisten Einfamilienhäuser die wirtschaftlichste Wahl. Wer ein zweischaliges Mauerwerk hat, sollte die deutlich günstigere Einblasdämmung prüfen lassen – ein Fachmann kann das per Endoskop feststellen. Ein wichtiger Tipp: Wenn die Fassade ohnehin gestrichen oder verputzt werden muss, lohnt sich das WDVS besonders, weil das Gerüst dann nur einmal gebraucht wird. Wichtig ist auch die Reihenfolge – in der Regel dämmt man zuerst die Fassade und tauscht dann passend die Heizung, damit diese nicht überdimensioniert wird. In welcher Reihenfolge die einzelnen Schritte sinnvoll sind, steht in Haus energetisch sanieren. Ein ehrlicher Hinweis: Beim WDVS sind echte Eigenleistungen kaum möglich, da Kleber, Armierung und Putz Fachwissen erfordern und die Förderung ohnehin einen Fachbetrieb voraussetzt. Wichtig ist außerdem, alle Wärmebrücken mitzudämmen (Fensterlaibungen, Rollladenkästen, Sockel) – sonst drohen dort Feuchtigkeit und Schimmel. Wer nur die Fassade dämmt und Fenster oder Dach vergisst, schafft neue Schwachstellen.
Die Fassadendämmung wird als Einzelmaßnahme über die BAFA gefördert (Bundesförderung für effiziente Gebäude, BEG EM): nach aktueller Lage 15 Prozent der förderfähigen Kosten, mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) 20 Prozent. Der iSFP lohnt sich doppelt, weil er auch die förderfähige Kostenbasis von 30.000 auf 60.000 Euro pro Wohneinheit verdoppelt. Voraussetzung ist unter anderem ein U-Wert der Wand von maximal 0,20 W/(m²K) und die Ausführung durch einen Fachbetrieb. Alternativ können Sie über den Steuerbonus nach § 35c EStG 20 Prozent der Kosten über drei Jahre absetzen (ohne Energieberater, aber nicht mit der BAFA kombinierbar). Wichtig: Den Förderantrag immer vor der Auftragsvergabe stellen. Da sich Förderprogramme ändern, prüfen Sie die aktuellen Konditionen auf bafa.de.
Ein Hinweis am Rande: Diese Preise dienen der Orientierung. Was Sie am Ende wirklich zahlen, hängt von Anbieter, Material und den Gegebenheiten vor Ort ab. Für eine feste Zusage führt kein Weg am individuellen Kostenvoranschlag vorbei.
Hinweis: Alle genannten Preise sind durchschnittliche Orientierungswerte (Stand 2026) und können je nach Region, Ausstattung, Anbieter und Aufwand abweichen. Es handelt sich nicht um garantierte Festpreise. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Je nach Methode 20 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Ein WDVS liegt bei 90 bis 200 Euro pro m². Fürs ganze Einfamilienhaus (150 m²) meist 15.000 bis 30.000 Euro.
Über die BAFA (BEG EM) 15 Prozent, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) 20 Prozent – der iSFP verdoppelt zudem die Förderbasis. Alternativ Steuerbonus §35c mit 20 Prozent. Antrag immer vor Auftrag; aktuelle Sätze auf bafa.de.
Die Einblas- oder Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk (20 bis 60 Euro pro m²). Sie ist aber nur bei rund 30 Prozent der Häuser möglich.
Meist ja, denn über die Außenwände gehen bis zu 30 Prozent der Heizenergie verloren. Die Dämmung senkt die Heizkosten um 20 bis 35 Prozent und steigert den Immobilienwert.
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