Für Parkett, das abgeschliffen und neu versiegelt wird, zahlen die meisten zwischen 25 und 45 Euro pro Quadratmeter, Material und Mehrwertsteuer eingerechnet. Im 30-Quadratmeter-Wohnzimmer sind das grob 750 bis 1.400 Euro. Günstiger wird es nur, wenn man auf eine neue Oberfläche verzichtet (etwa 15 bis 25 Euro), teurer bei Reparaturen oder besonders harter Oberfläche, dann bis zu 60 Euro.
15 € – 35 € – 60 € (nur Schleifen – typischer Preis mit Versiegelung – mit Reparaturen und Premium-Oberfläche pro m²)
Ob sich das bei Ihnen überhaupt machen lässt, ist eine andere Frage. Massivparkett verträgt viele Schliffe, bei günstigem Fertigparkett ist manchmal schon der erste der letzte.
Die Zahlen hier stammen aus Preisübersichten von Handwerkerportalen und Parkettfachbetrieben (Stand September 2026) und ersetzen kein Angebot vor Ort.
| Leistung | Kosten | Hinweis |
|---|---|---|
| Nur schleifen | 15–25 €/m² | ohne neue Oberfläche |
| Schleifen und ölen oder lackieren | 25–45 €/m² | der Normalfall |
| Mit Reparaturen oder Premium-Oberfläche (2K-Lack, Hartwachsöl) | 40–60 €/m² | stark genutzte Böden |
| Fugen kitten | 2–5 €/m² | bei offenen Fugen |
| Fußleisten ab- und anbauen | 2–8 €/lfm | oft separat berechnet |
| Anfahrt | 50–100 € pauschal | oder nach Kilometern |
| 30 m² Wohnzimmer komplett | 750–1.400 € | geschliffen und versiegelt |
Wird eine Fußleiste abgeschraubt, sieht man an der Kante des Parketts im Querschnitt, wie dick die Edelholzschicht über der Trägerplatte ist. Genau dort, oder an der Türschwelle, schauen viele Parkettleger nach, bevor sie ein Angebot schreiben.
Jeder Schliff nimmt etwa einen halben bis einen Millimeter weg. Massivparkett ist durch und durch Holz, Fachbetriebe nennen fünf bis acht mögliche Durchgänge. Mehrschicht- oder Fertigparkett muss nach DIN EN 13489 mindestens 2,5 Millimeter Nutzschicht haben, und bei 2,5 bis 4 Millimetern reicht das je nach Abnutzung für zwei bis drei Schliffe.
Ist die Schicht zu dünn, schleift man durch. Dann kommt die Trägerplatte zum Vorschein, und an dieser Stelle ist nichts mehr zu retten. Laminat und Vinyl haben übrigens gar keine Holzschicht, da ist Schleifen keine Option (Vinyl oder Laminat).
Zwei Angebote, eins mit 28 und eins mit 36 Euro pro Quadratmeter. Die Sache scheint klar, bis man genauer liest. Im günstigeren fehlen häufig die Fußleisten, das Kitten der Fugen oder die Anfahrt, und dann ist der Unterschied schnell weg. Was diese Posten meist kosten, steht in der Tabelle oben.
Deutlich über dem Durchschnitt liegt man oft bei kleinen Räumen, weil Anfahrt und Aufbau gleich bleiben. Unter etwa 20 Quadratmetern rechnen manche Betriebe pauschal ab, oft 600 bis 900 Euro. Wasserflecken, tiefe Kratzer oder lose Stäbe kosten zusätzliche Schleifgänge und Reparaturen, meist 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter mehr. Und wer viele Ecken, Heizungsrohre oder Einbauschränke hat, bezahlt die Handarbeit am Rand mit.
Rechnet ein Betrieb nach Stunden ab, sind für Bodenleger 40 bis 60 Euro brutto üblich (Handwerker Stundenlohn).
Kinder, Hund, viel Betrieb im Flur? Dann ist Lack meist die entspanntere Wahl. Er bildet eine geschlossene Schicht, Verschüttetes lässt sich einfach aufwischen, und für stark genutzte Flächen gibt es strapazierfähigen 2K-Lack. Der Haken: Ein tiefer Kratzer im Lack lässt sich kaum unsichtbar flicken, meist wird dann die ganze Fläche neu gemacht.
Geöltes Holz sieht wärmer aus. Es braucht regelmäßig Pflege, verzeiht Macken aber eher, weil man einzelne Stellen anschleifen und nachölen kann. Für ein Schlafzimmer kann geöltes Parkett eine passende Wahl sein. Preislich liegen beide meist nah beieinander.
Nach dem Lackieren ist der Boden nach 24 bis 48 Stunden vorsichtig begehbar, voll belastbar erst nach etwa fünf bis sieben Tagen. Schränke und Teppiche also nicht gleich am nächsten Abend zurückstellen. Zu trockene Heizungsluft kann Parkett übrigens reißen lassen, auch frisch geschliffenes (optimale Luftfeuchtigkeit in der Wohnung).
1.400 Euro kostet in diesem Beispiel ein normal abgenutztes Wohnzimmer mit 30 Quadratmetern Eichen-Stabparkett:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Schleifen und 2K-Lack, 30 m² à 38 € | 1.140 € |
| Fugen kitten, 30 m² à 3 € | 90 € |
| Fußleisten ab- und anbauen, 22 lfm à 5 € | 110 € |
| Anfahrt | 60 € |
| Gesamt | 1.400 € |
Das sind knapp 47 Euro pro Quadratmeter. Mit Öl statt 2K-Lack und ohne offene Fugen wären es eher 1.000 bis 1.200 Euro.
Die typischen Heimwerkerfehler sieht man später bei jedem Lichteinfall: flache Mulden, wo die Walze kurz stehen blieb, und querlaufende Rattermarken. Die Maschine darf nie auf der Stelle laufen, sonst fräst sie sich ins Holz. Bei Fertigparkett mit dünner Nutzschicht kostet so ein Moment unter Umständen den ganzen Boden.
Die Miete selbst ist überschaubar, etwa 80 bis 100 Euro am Tag für die große Maschine und 40 bis 60 Euro für den Randschleifer, dazu Schleifpapier und Öl oder Lack. Ein Zimmer braucht meist zwei Tage, mit Lack und Zwischenschliff eher drei.
Vom Selbermachen abraten würden wir bei dünnem Fertigparkett, bei Böden mit vielen losen Stäben und bei allem, was auf altem schwarzem Kleber liegt (siehe nächster Abschnitt). Leichtsinnig sollte man auch beim Staub nicht sein. Staub von Eiche und Buche gilt als krebserzeugend, er kann Krebs der Nasenschleimhaut auslösen und ist für Beschäftigte als Berufskrankheit anerkannt. Stiftung Warentest rät beim Schleifen in Innenräumen zu einer Atemschutzmaske der Klasse FFP2 oder FFP3 und dazu, die Maschine an eine Absaugung anzuschließen. Beim Mieten also gezielt nach einem Gerät mit Absaugung fragen.
In einem Altbau lässt sich ein loser Stab anheben, und darunter klebt eine schwarze, teerartige Masse. Dann besser erst einmal nicht weiterschleifen. In Häusern, die bis etwa in die 1960er-Jahre gebaut wurden, liegt Parkett häufig auf teerhaltigem Kleber mit PAK, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Gerade beim Arbeiten an Fugen und losen Stäben kann dabei belasteter Staub entstehen.
Klarheit bringt eine Laborprobe. Ist der Kleber belastet, darf ihn nur eine Fachfirma nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe entfernen (TRGS 524 bzw. 551), so rät es die Verbraucherzentrale. Diese Kosten kommen zum Schleifen hinzu.
Als Mieter müssen Sie das Parkett beim Auszug in aller Regel nicht abschleifen lassen. Der Bundesgerichtshof hat 2010 klargestellt, dass das keine Schönheitsreparatur ist (Az. VIII ZR 48/09); steht es trotzdem als Pflicht im Formularmietvertrag, kippt nach dem Urteil sogar die ganze Renovierungsklausel. Wer den Boden über die normale Abnutzung hinaus beschädigt hat, muss dafür allerdings geradestehen (Schönheitsreparaturen beim Auszug).
Für Eigentümer gibt es keine Förderung, wohl aber einen Steuerbonus. 20 Prozent der Arbeitskosten inklusive Anfahrt lassen sich absetzen, höchstens 1.200 Euro im Jahr (§ 35a EStG). Das klappt nur mit einer Rechnung, auf der Arbeit und Material getrennt stehen, und wenn per Überweisung bezahlt wurde.
Vor dem ersten Angebot lohnt ein kurzer Check:
Mit diesen Antworten lassen sich Angebote wirklich vergleichen. Reicht die Nutzschicht, ist ein Schliff in der Regel deutlich günstiger als neues Parkett.
Quellen (Stand September 2026)
Hinweis: Alle genannten Preise sind durchschnittliche Orientierungswerte (Stand 2026) und können je nach Region, Ausstattung, Anbieter und Aufwand abweichen. Es handelt sich nicht um garantierte Festpreise. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Das hängt vor allem von zwei Dingen ab: wie viel Nutzschicht noch da ist und wie stark der Boden beschädigt ist. Reicht die Schicht für einen weiteren Schliff und sind die Schäden eher oberflächlich, ist Schleifen meist deutlich günstiger. Ist die Nutzschicht fast aufgebraucht, großflächig Wasser eingedrungen oder lösen sich viele Stäbe, kann ein neuer Boden die bessere Lösung sein.
Geschliffen ist ein normales Zimmer an einem Tag. Mit Lack können Sie nach ein bis zwei Tagen vorsichtig drüberlaufen, Möbel sollten aber erst nach fünf bis sieben Tagen zurück. Mit einer Woche zu planen ist realistisch.
Bei geöltem Parkett geht das oft. Bei lackiertem sieht man die Ausbesserung meist, deshalb wird dort in der Regel die ganze Fläche gemacht.
Nicht unbedingt. Oft ist von zehn bis fünfzehn Jahren die Rede, aber ein Flur, durch den alle mit Straßenschuhen laufen, braucht es früher als ein Schlafzimmer. Filzgleiter unter Stühlen schieben den Termin hinaus.
Ja, der Raum muss leer sein, geschliffen wird bis an die Wand. Ob der Betrieb beim Tragen hilft und was das kostet, sollte im Angebot stehen.
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