Zugige Rahmen, beschlagene Scheiben, Fenster, die sich kaum noch schließen lassen: Irgendwann lohnt sich das Ausbessern nicht mehr. Ein neues Fenster kostet mit Dreifachglas und Einbau meist 500 bis 2.500 Euro, je nach Material und Größe.
Für ein ganzes Einfamilienhaus mit rund zwölf Fenstern kommen so schnell 6.600 Euro und mehr zusammen, mit Holz-Alu oder vielen bodentiefen Elementen auch deutlich über 20.000 Euro. Einen Teil davon holen Sie sich über den BAFA-Zuschuss oder den Steuerbonus zurück.
Die Preise stammen aus Preisübersichten von Fensterbauern und Sanierungsportalen (Stand Oktober 2026) und ersetzen kein Angebot vor Ort.
| Material (3-fach-Glas) | Kosten pro Fenster (inkl. Einbau) | Hinweis |
|---|---|---|
| Kunststoff (PVC) | 500 – 1.400 € | günstigste |
| Holz | 700 – 1.500 € | natürlich |
| Holz-Aluminium | 900 – 2.000 € | langlebig |
| Große / Sonderfenster | 1.500 – 2.500 € | bodentief |
| Dachfenster | 580 – 1.650 € | Sonderfall |
Den größten Unterschied macht das Rahmenmaterial. Kunststoff ist am günstigsten und am weitesten verbreitet. Holz wirkt warm und natürlich, muss aber alle paar Jahre gestrichen werden. Holz-Aluminium verbindet einen Holzrahmen innen mit einer wetterfesten Alu-Schale außen, hält sehr lange und kostet entsprechend mehr.
Danach zählen Größe und Form. Ein Standardfenster von etwa 1,2 × 1,3 m liegt am unteren Ende der Spanne, bodentiefe Elemente, Rundbögen oder Schiebetüren deutlich darüber. Für Fenster in der Dachschräge gelten eigene Preise, siehe Dachfenster Kosten.
Im Altbau kommt oft Arbeit an der Laibung dazu, also am Mauerwerk rund um das Fenster. Sind alte Kastenfenster verbaut oder ist der Putz beschädigt, steigen die Montagekosten spürbar.
| Gebäude | Kosten (ca.) |
| Einzelnes Fenster (Kunststoff) | 500 – 1.400 € |
| Eigentumswohnung (4 Fenster + Tür) | 2.500 – 7.000 € |
| Einfamilienhaus (12 Fenster) | 6.600 – 32.000 € |
| Dachfenster (pro Stück) | 580 – 1.650 € |
| Laibungsarbeiten (Altbau) | +20 – 40 % |
Die große Spanne beim Einfamilienhaus kommt vom Material: zwölf Kunststofffenster in Standardgröße liegen am unteren Ende, Holz-Alu mit mehreren bodentiefen Elementen am oberen.
Nicht jedes Angebot enthält alles. Diese Posten kommen häufig dazu:
Fragen Sie außerdem nach, ob die Montage nach RAL-Leitfaden erfolgt, also mit luftdichtem Anschluss innen und schlagregendichtem außen. Das kostet etwas mehr, verhindert aber Zugluft und Feuchtigkeit in der Laibung.
Der Uw-Wert gibt an, wie viel Wärme über das ganze Fenster verloren geht. Je kleiner, desto besser. Beim Austausch schreibt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 GEG) höchstens Uw 1,3 W/(m²K) vor. Das schafft auch ein gutes Zweifachglas.
Für den BAFA-Zuschuss muss das Fenster aber Uw 0,95 oder besser erreichen. Das geht praktisch nur mit Dreifachverglasung. Der Mehrpreis gegenüber Zweifachglas ist heute gering, deshalb ist Dreifachglas in fast jedem Angebot Standard.
Wichtig: Neue Fenster sind deutlich dichter als alte. Wer danach nicht öfter lüftet, riskiert Feuchtigkeit und Schimmel an der Wand. Und in einer ungedämmten Wand wird die Laibung zur kältesten Stelle, deshalb gehört die Fassadendämmung idealerweise in dieselbe Planung.
Für neue Fenster gibt es zwei Wege, die sich nicht kombinieren lassen.
BAFA-Zuschuss (BEG Einzelmaßnahmen): 15 Prozent der förderfähigen Kosten, bei einem Einfamilienhaus auf höchstens 30.000 Euro. Voraussetzung sind Uw 0,95 oder besser und ein Energieeffizienz-Experte, der die Maßnahme plant und bestätigt. Der Antrag muss gestellt sein, bevor Sie den Auftrag vergeben.
Den Bonus von 5 Prozent für einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) gibt es seit dem 21. Juli 2026 nur noch auf den Teil der Kosten, der über 30.000 Euro liegt. Bei einem reinen Fenstertausch erreicht man diese Grenze selten. Ein Beispiel:
| Projekt | Kosten | BAFA-Zuschuss |
| 12 Fenster à 1.000 € | 12.000 € | 1.800 € (15 %) |
| Fenster + Fassade mit iSFP | 40.000 € | 6.500 € (15 % + 5 % auf 10.000 €) |
Steuerbonus nach § 35c EStG: 20 Prozent der Kosten, verteilt über drei Jahre, höchstens 40.000 Euro pro Objekt. Dafür brauchen Sie keinen Energieberater, nur eine Bescheinigung des Fachbetriebs, und das Haus muss selbst bewohnt und älter als zehn Jahre sein. Bei zwölf Fenstern für 12.000 Euro sind das 2.400 Euro, also mehr als der BAFA-Zuschuss.
Für einen reinen Fenstertausch ist der Steuerbonus deshalb oft der bessere Weg. Bei einem größeren Paket aus Fenstern, Dämmung und Heizung lohnt sich der Blick auf die BAFA. Die aktuellen Bedingungen stehen auf bafa.de. Sinkt durch neue Fenster die Heizlast, kann auch die neue Heizung kleiner ausfallen, siehe Heizung tauschen Kosten.
Ein geübtes Team tauscht ein Standardfenster in zwei bis vier Stunden. Ein Einfamilienhaus mit zwölf Fenstern ist so meist in zwei bis drei Tagen erledigt. Länger dauert es, wenn Laibungen verputzt oder Rollläden mit getauscht werden. Die Lieferzeit für Maßanfertigungen liegt oft bei mehreren Wochen.
Bevor Sie Angebote einholen, klären Sie diese Punkte:
Wer diese Fragen klärt, kann Angebote direkt vergleichen und vergisst die Förderung nicht.
Quellen (Stand Oktober 2026)
Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte (Stand Oktober 2026, Angaben ohne Gewähr). Die tatsächlichen Kosten hängen von Region, Ausstattung, Zustand und Anbieter ab; ein verbindliches Angebot erhalten Sie nur vom Fachbetrieb.
Hinweis: Alle genannten Preise sind durchschnittliche Orientierungswerte (Stand 2026) und können je nach Region, Ausstattung, Anbieter und Aufwand abweichen. Es handelt sich nicht um garantierte Festpreise. Für ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb.
Mit Dreifachglas meist 500 bis 2.500 Euro pro Stück, je nach Material und Größe. Ein Kunststofffenster in Standardgröße liegt am unteren Ende, Holz-Alu und bodentiefe Fenster am oberen.
Für ein Einfamilienhaus mit zwölf Fenstern meist 6.600 bis 32.000 Euro. Kunststoff in Standardgrößen liegt eher bei 7.000 bis 12.000 Euro.
Die BAFA zahlt 15 Prozent, wenn die Fenster Uw 0,95 erreichen und ein Energieberater dabei ist. Den iSFP-Bonus gibt es seit Juli 2026 nur noch auf Kosten über 30.000 Euro. Alternativ bringt der Steuerbonus nach § 35c 20 Prozent über drei Jahre.
Meist ja. Der Mehrpreis ist gering, die Fenster halten die Wärme besser, und nur mit Dreifachglas erreichen Sie den Uw-Wert für den BAFA-Zuschuss.
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